Im Breisgau wartet der Erstliga-Absteiger aus Freiburg

Rund 800 Kilometer gilt es für die Korbjägerinnen der DJK Brose Bamberg für das Auswärtsspiel bei den Eisvögeln des USC Freiburg am Samstag um 19:30 Uhr zurückzulegen. Sportlich liegt für das erste Erfolgserlebnis ebenfalls ein weiter Weg vor der mit Sand im Getriebe gestarteten Mannschaft von Trainerin Jessica Miller. Der Erstliga-Absteiger aus dem Breisgau ließ im zweiten Saisonspiel zwar bereits erstmals Federn (85:91 nach zweifacher Verlängerung gegen Keltern II), wird aber ligaweit als Favorit auf den Titel und sofortigen Wiederaufstieg gehandelt.

Naturgemäß war der Freiburger Gang in die zweithöchste Spielklasse mit einem Umbruch verbunden. Neben sämtlichen ausländischen Profis der vergangenen Spielzeit verließ unter anderem auch die Ex-Bambergerin Nadjeschda Ilmberger (Saarlouis Royals) den Verein. An der Seitenlinie fand ebenfalls ein Wechsel statt. Für Aleksandar Bozic übernahm Pierre Hohn, der nach der Meisterschaft in der Nachwuchs-Bundesliga mit Braunschweig/Wolfenbüttel zu neuen Ufern aufbrach. Um junge Talente, erfahrene deutsche Spielerinnen, Neuzugänge wie U20-Nationalspielerin Laura Zdravevska (Würzburg) und die beiden US-Amerikanerinnen Kelly Hughes und Kirsten Gaffney auf der Flügel- bzw. Centerposition formte er im Zusammenspiel mit der sportlichen Führung des USC eine Truppe, die nicht zuletzt dank des wohl höchsten Etats der Liga das Zeug dazu hat, unmittelbar wieder an die Tür zur 1. Liga zu klopfen.

Dass auch bei den Breisgauerinnen aber offenbar noch nicht alles rund läuft, wie sich trotz einer sensationell aufgelegten Luana Rodefeld (38 Punkte) im Zuge ihrer Niederlage bei den Rutronik Stars Keltern II am Tag der Deutschen Einheit zeigte, hilft DJK-Trainerin Jessica Miller derzeit wenig. Zu sehr richtet sich der Fokus auf das eigene Spiel: „Wir wissen, dass Freiburg ein harter Gegner für uns wird, aber es beginnt bei uns. Es gibt viele Punkte, an denen wir bis Samstag arbeiten müssen.“ Die personelle Bilanz nach der Heimniederlage gegen München erweist sich dabei als nicht gerade förderlich. Nach Marie Ulshöfer, die aus gesundheitlichen Gründen schon länger aussetzen muss, fällt mit Ramona Hesselbarth eine weitere Spielerin für die Guard-Rotation aus. Nach der Knieverletzung, die sie sich im Spiel am Dienstag zugezogen hatte, verordnete ihr Teamarzt Dr. Eike Schuster eine mindestens zweiwöchige Pause.

Auch Svenja Zeis fehlte im Mittwochstraining. Die erfahrenste Kraft im Team wird von einem grippalen Infekt ausgebremst. Gepaart mit den bisherigen Resultaten alles andere als optimale Voraussetzungen für das Gastspiel im Schwarzwald. „Wir haben gegen München ansatzweise gezeigt, wie wir spielen können, aber unsere Wurfquote war einfach zu schlecht. Außerdem haben wir zu viele einfache Punkte durch Fastbreaks zugelassen. In Freiburg wird es sicher nicht leichter. Wir müssen die Physis annehmen, leichte Ballverluste vermeiden, aggressiv verteidigen, voll konzentriert und selbstbewusst zu Werke gehen“, nennt Zeis, die hofft, bis zum Spieltag wieder weitestgehend genesen zu sein, entscheidende Faktoren.

Foto: Sebastian Gut