Eindrucksvolle Rückmeldung der Bambergerinnen am Inn

Das Museum Wasserburg, mitten in der malerischen Altstadt gelegen, erzählt in diesen Tagen die Geschichte der Weihnachtsbäckerei. Große Kinderaugen, stade Zeit. Nichts davon am Samstag in der Badria-Halle. Hier die Basketballerinnen des TSV Wasserburg II, die einen Heimsieg in der 2. Planet Photo DBBL Süd fest eingeplant hatten. Dort die jungen Damen der DJK Brose Bamberg, verunsichert nach der 55:75-Pleite gegen Krofdorf. Mit dem 79:60 (36:33) am Inn meldeten sich die Schützlinge von Trainerin Jessica Miller eindrucksvoll zurück und gewannen wohl auch den Glauben an das eigene Können zurück.

Dabei war die TSV-Leistungsträgerin Elizabeth Wood vor dem Jump noch „sehr optimistisch“ gewesen. „Ich denke, wir haben gute Chancen“, hatte sie vorausgeblickt. Sie und ihre Teamkameradinnen sahen sich schnell eines Besseren belehrt. Die Bambergerinnen fanden gut ins Spiel, hohe Konzentration und Intensität sorgten für eine 7:0-Führung des Gastes. Mitte des ersten Viertels mischten dann auch die personell besser als zuletzt aufgestellten Oberbayerinnen mit, mit einem 17:13 für die DJK Brose ging es in die zweiten zehn Minuten. Nun war beiderseits Kampf angesagt, die Miller-Truppe ließ zu viele Wasserburger Offensivrebounds zu, neun bis zur Halbzeit. Dagegen überzeugten die Bambergerinnen in den ersten 20 Minuten mit einer Feldwurfquote von 61 Prozent (Wasserburg 27). Zur 36:33-Halbzeitführung der DJK Brose hatte Centerspielerin Victoria Waldner bereits 14 Punkte beigesteuert.

Nach der Pause leistete sich der Gast aus Oberfranken keine Schwächephase, kam hochkonzentriert aus der Kabine und verringerte die Fehler der ersten Halbzeit. Die Wasserburgerinnen kamen im dritten Viertel zu keinem Offensivrebound. Nach drei Zählern bis zum Wechsel drehte nun Julia Förner auf, erzielte wichtige Punkte, ebenso wie Jamiyah Bethune und Ramona Hesselbarth. 46:57 stand es nach dem dritten Viertel. Auch der viertelübergreifende 9:0-Lauf der Wasserburgerinnen zum 52:57 brachte die Bambergerinnen nicht aus der Ruhe. Sie spielten als Team konzentriert weiter, vier DJK-Basketballerinnen punkteten zweistellig: Waldner, Förner, Bethune und Hesselbarth. Nach der Halbzeit dominierte der Gast die Reboundarbeit, seine Feldwurfquote lag im gesamten Spiel bei beachtenswerten 58 Prozent (Wasserburg 30). 19 Assists lassen auf eine gute Ballbewegung und mannschaftliches Spiel schließen. 14 Ballgewinne belegen eine engagierte und intensive Verteidigungsarbeit. Co-Trainer Kai Tzschentke erklärt: „Am Ende steht ein vor allem mental wichtiger Auswärtserfolg gegen einen direkten Tabellennachbarn, der Kraft für die kommenden Aufgaben gibt.“

Headcoach Jessie Miller bilanziert: „Es war das erwartet schwere Spiel. Unsere Energie, unser Fokus und unsere Intensität waren von Beginn an um ein Vielfaches höher als vergangenes Wochenende. Wir haben unseren Fokus auf die Defensivarbeit gesetzt, die wir in leichte Punkte durch Schnellangriffe ummünzen konnten. Wir haben als Team gespielt, den Ball sehr gut bewegt und so viele freie Würfe füreinander kreieren können. Trotz Verletzungen und Krankheiten haben wir gekämpft und sind als Team zusammengestanden, was uns den Sieg beschert hat. Ich bin sehr stolz auf unseren Einsatz, jede Spielerin hat ihren Teil beigetragen, ganz egal ob durch Unterstützung von der Bank, defensive Arbeit, Rebounds, Assists oder durch Punkte. Ein sehr wichtiger Sieg und eine gute Reaktion auf das vergangene Wochenende. Jetzt können wir stolz auf den Sieg sein, ab morgen setzen wir den Fokus aber wieder auf die nächsten Aufgaben.“

TSV 1880 Wasserburg II: Pöcksteiner (16), Heise (13), Perner (12), Wood (11), Huber (4), Lutz (4), Denner, Fels, Stemmer
DJK Brose Bamberg: Waldner (24), Förner (18), Bethune (15), Hesselbarth (14), van der Velde (6), Hager (2), Gese, Schrüfer, Zeis

Foto: Sebastian Gut