DJK fehlt bei den Rhein-Main Baskets das Wurfglück

Die Siegermentalität ist den Basketballerinnen der DJK Brose (10.) zum Saisonende hin abhandengekommen. Das 56:61 (31:31) bei den Rhein-Main Baskets am letzten Spieltag der 2. Planet Photo DBBL Süd war die dritte Niederlage in Folge. Die Mannschaft von Trainerin Jessica Miller schaffte es nicht, einen Elf-Punkte-Vorsprung sieben Minuten vor Schluss (53:42) über die Runden zu bringen. Erneut legten die ersatzgeschwächten Hessinnen eine Spur mehr Siegeswillen an den Tag, selbst als ihre Anführerin Pia Dietrich nach 37 Minuten mit ihrem fünften Foul ausgeschieden war.

Magdalena Landwehr und Svenja Zeis mit ihren guten Werten waren zu wenig, um für einen versöhnlichen Saisonausklang sorgen zu können. Ausgeglichen verlief die erste Halbzeit (31:31). Schon hier wechselten die Trainer Peter Kortmann, der letztmals bei den Rhein-Main Baskets in der 2. Liga an der Seitenlinie stand, und Jessie Miller ihr Personal kräftig durch. Munter rauf und runter ging es die ersten zehn Minuten (21:20). Von den ersten acht Bamberger Punkten markierte Svenja Zeis allein sechs. Wachsamer waren die Abwehrformationen beider Teams im zweiten Viertel, das 10:11 endete. Zwei Freiwurfpunkte des Gastgebers waren für 3:43 Min. die einzige Korbausbeute, bevor Jamiyah Bethune ebenfalls von der Linie das 21:23 aus Bamberger Sicht gelang. Diesem Spielabschnitt drückte Magdalena Landwehr für die DJK Brose den Stempel auf. Sie sammelte fünf Punkte zum 23:26- sowie vier zum 25:31-Zwischenstand, bevor die Rhein-Main Baskets wieder gleichzogen – nicht zuletzt durch Freiwürfe.

15 Mal schickten die Bambergerinnen die Hessinnen an die Linie, 13 Mal traf der Gastgeber (DJK Brose 4/6). In der Gesamtbilanz hieß es 25/30 zu 7/14. Das war der einzige statistische Wert, der den Hausherrinnen einen entscheidenden Vorteil einbrachte. Im dritten Viertel (11:19) schienen die Oberfränkinnen auf Siegeskurs zu kommen, auch die bislang erfolglose Victoria Waldner punktete nun. Doch der vermeintlich sichere Vorsprung schmolz dahin, zumal Jamiyah Bethune in der 34. Min. mit Foul Nr. 5 vom Feld musste. Coach Jessie Miller meinte: „Wir haben alle hart gekämpft und guten Basketball gespielt. Unsere Halbfeld-Abwehr war exzellent, im ersten Viertel haben wir jedoch zu viele Offensivrebounds zugelassen. Wir wollten eine Abwehrschlacht, das ist uns gelungen. Wir haben eine gute Haltung gezeigt. Wir haben den Ball gut kontrolliert und bewegt. Leider ist es uns in den entscheidenden Momenten am Ende nicht gelungen, Korbleger oder freie Würfe zu versenken. Es gab nur sechs Ballverluste, darauf kann die Truppe stolz sein. Im Vergleich zum ersten Saisonspiel war das ein Unterschied wie Tag und Nacht. Auch wenn wir nicht gesiegt haben, haben die Spielerinnen einen verdammt guten Job gemacht.“ (Quelle: www.infranken.de)

Rhein-Main Baskets: Wotzlaw (15), P. Dietrich (14), Stupar (10), Fisher (9), Ripper (9), Köhler (4), Cornelius, Schlaefcke, Seegräber, Weyell
DJK Brose Bamberg: Landwehr (17), Zeis (10), Bethune (7), Hesselbarth (7), van der Velde (6), Waldner (6), Münder (3), Förner, Hager, Schrüfer

Foto: Daniel Löb