Im Sommer 2009 begann eine neue Ära bei der DJK Bamberg mit der Übernahme des Cheftraineramtes durch Steffen Dauer und seinem Kollegen Gregor Großkopf. Damit verbunden war auch eine sportliche Neuausrichtung mit dem Ziel “obere Tabellenhälfte” in der Regionalligasaison 2009/2010. Vor allem mit eigenen Nachwuchsspielerinnen und einigen DJK-Routiniers wollte man dies erreichen. Bereits während der Saison war die Handschrift des neuen Trainerteams zu erkennen, das seine Vision eines modernen Damenbasketballs auf das Parkett bringen ließ. Folgerichtig erreichte man dann auch das TOP4 um den Aufstieg in die 2. Bundesliga. Aufgrund des noch sehr jungen Durchschnittalters von unter 20 Jahren mussten sich die DJKlerinnen im Halbfinale den erfahrenen Damen aus Waldbüttelbrunn knapp geschlagen geben. Da diese – wie auch der spätere Meister FC Bayern München – auf einen Aufstieg in die zweite Bundesliga verzichteten, ging das Teilnahmerecht auf die DJK Bamberg über. Nach einigen Vorgesprächen mit Franken 1st entschloss man sich zu einer Kooperation und damit für die Teilnahme in der 2. Bundesliga in der Saison 2010/2011. Ziel war und ist es, den weiblichen Nachwuchsspielerinnen eine nachhaltige Perspektive auf Bundesliganiveau zu bieten.
Für die neue Spielzeit stieß Co-Trainer Jochen Geigerhilk zu dem erfolgreichen Trainerstab hinzu. Das Team fand sich – ergänzt durch die zwei US-Amerikanerinnen Jessica Miller und Johnette Walker sowie die Bundesliga-erfahrene Petra Oberpaul – immer besser zusammen und gewann nach einem schwierigen Start mit drei Niederlage zu Beginn zehn Spiele in Folge. Mit dem Erreichen der Playoffs war das eigentliche Saisonziel “Klassenerhalt” bei Weitem übertroffen. Gekrönt wurde die Spielzeit 2010/2011 jedoch mit dem absolut unerwarteten Meistertitel nach einem Herzschlagfinale in der Graf-Stauffenberg-Halle vor 1.000 begeisterten Zuschauern.
Aufgrund der finanziellen Hürden, die im Sommer 2011 noch zu hoch waren, musste man trotz sportlicher Qualifikation auf die Teilnahme in der Bundesliga verzichten. Mit gezielten Verstärkungen und einem breiteren Kader startete man verhalten optimistisch in die Saison 2011/2012. Doch auch hier wurden die Erwartungen wieder deutlich übertroffen. Als dominierendes Team, das besonders von seinem Teamgeist und seiner unerschöpflichen Willenskraft profitierte, beendete man die Hauptrunde mit nur zwei Niederlagen bei 18 Siegen. Auch im DBBL-Pokal konnte man bis zum Viertelfinale namhafte Gegner hinter sich lassen, darunter den Erstligisten SV Halle LIONS, bevor die DJKlerinnen in den OKE Panthers aus Osnabrück ihren Meister fanden.
In die Playoffs 2011/2011 startete die DJK Bamberg mit einem Fehltritt (Niederlage zuhause im ersten Halbfinale gegen Heidelberg), der jedoch eine unglaubliche Trotzreaktion zur Folge hatte. In Heidelberg holte man sich souverän das Heimrecht zurück und zog in Spiel drei deutlich und verdient
ins Finale ein. Nach dem wohl besten Spiel der Saison im ersten Finale zuhause gegen Viernheim, das erst nach Verlängerung gewonnen werden konnte, machte die Mannschaft in Viernheim den Sack zu und feierte die zweite Meisterschaft in Folge.
Erneut erfolgte das Sondieren des Sponsorenmarktes. Durch die Kooperation mit Franken 1st gelang diesmal jedoch der finanzielle Durchbruch, da die Brose-Unternehmensgruppe nun als Namenssponsor einen wichtigen Teil der noch fehlenden Sponsorengelder beisteuert. Insgesamt verlangten die letzten drei Jahre der Mannschaft, den Trainern und auch den Ehrenamtlichen im Umfeld viel Engagement, Leidenschaft und Zeit ab, auf das Ergebnis dürfen aber alle zurecht stolz sein und sich auf die erste Liga freuen!









