Warten auf ein Erfolgserlebnis geht vorerst weiter

Trotz einer Niederlage von 23 Punkten Differenz haben die Korbjägerinnen der DJK Brose Bamberg am dritten Spieltag in der 2. Planet Photo Damen-Basketball-Bundesliga Süd kleine Schritte nach vorne gemacht. Krankheits- bzw. verletzungsbedingt sowie aufgrund der Überschneidung mit dem ersten Einsatz in der Regionalliga etwas dezimiert, gestaltete die Mannschaft die Partie bei Erstliga-Absteiger Freiburg über drei Viertel ausgeglichen. Ausschlaggebend für die 59:82 (32:38)-Auswärtsniederlage im Breisgau war letztlich unter anderem der schwache dritte Durchgang.

Der Refrain des Hits von Herbert Grönemeyer und den Fantastischen Vier, der nach Spielende aus den Boxen in der gut besuchten Uni-Sporthalle drang, schien den Bambergerinnen in dem Moment auf den Leib geschrieben: „Es könnt‘ alles so einfach sein – isses aber nicht.“ 26 Ballverluste, ein mit 26:44 deutlich verlorenes Reboundduell und 34 Freiwürfe für den Gegner waren die signifikanten Unterschiede, die am Ende einem besseren Ergebnis aus Sicht der Schützlinge von Trainerin Jessica Miller im Weg standen. „Wir haben 32 Minuten lang ordentlich gespielt“, bescheinigte die US-Amerikanerin ihrer Truppe eine Steigerung gegenüber den ersten beiden Saisonspielen. Die übrigen acht Minuten waren dagegen erneut zu fehlerlastig. In einem Duell auf Augenhöhe verlor die Mannschaft vor der Halbzeitpause gegen die Freiburger Pressverteidigung zunächst den Kopf (29:39). Nach dem Seitenwechsel warf sie in einer Phase, als offensiv wenig zusammenlief, auch in der Verteidigung ihre Disziplin über Bord. Die Gastgeberinnen wussten jene Schwächeperioden zu nutzen, begannen, ihre Würfe zu treffen und sich wohl zu fühlen, und erspielten sich mit einem 11:0-Lauf zwischen der 27. und 30. Spielminute endgültig den entscheidenden Vorteil (44:66).

„Grundsätzlich war unsere defensive Intensität da, aber wir müssen es schaffen, ohne Foul auszukommen oder den Rebound zu sichern. Die Zahlen sprechen ja für sich. Freiburg geht viel zu oft an die Linie oder hat zweite Wurfchancen. Unsere Achillesferse waren aber die Ballverluste, die zum Großteil wieder mit Flüchtigkeitsfehlern, mangelnder Konzentration oder falschen Entscheidungen zusammenhängen. Mit diesen Aussetzern war es schwer, das Spiel bis zum Schluss eng zu gestalten oder gar zu gewinnen. Wir befinden uns nach wie vor in einem Prozess und eine volle Trainingswoche wird uns helfen, weitere Fortschritte zu machen“, bilanzierte Miller nach der dritten Niederlage im dritten Spiel. Infolgedessen gilt es einmal mehr, die positiven Aspekte, wie Jamiyah Bethunes (23 Punkte) starke Antwort auf ihren schwachen Auftritt gegen München, mit in die neue Woche nehmen und weiter für den ersten Erfolg zu arbeiten.

Am nächsten Wochenende kommt es zum Wiedersehen mit zwei Ex-Bambergerinnen. Auf dem Feld begegnet die DJK Brose Bamberg am Samstag (15:30 Uhr, Graf-Stauffenberg-Halle) Tanja Lehnert und den Elangeni Falcons Bad Homburg. Auf der Tribüne wird erstmals nach ihrem Abschied Liisi Sokman als Zuschauerin Platz nehmen und ihre ehemaligen Kolleginnen anfeuern. Im Rahmen der Begegnung wird die Estin, die im Sommer nach fünfeinhalb Jahren im weiß-grünen Trikot ihre aktive Karriere beendete, um sich privat und beruflich nach Oberbayern zu verändern, offiziell verabschiedet.

Eisvögel USC Freiburg: Gaffney (22), Hughes (14), Ouedraogo (11), Zdravevska (9), Rodefeld (8), Hoffmann (6), Mayer (6), Zehender (4), Wieczorek (2), Schipek
DJK Brose Bamberg: Bethune (23), Waldner (12), Förner (9), Münder (5), Landwehr (4), van der Velde (4), Zeis (2), Hager, Schrüfer

Foto: Sebastian Gut