Binta Drammeh – The End of the Daisy Age!
26 Feb, 2013
Aus der aktuellen Ausgabe des RED-Magazins der Brose Baskets:
Mitte Januar investierten die abstiegsgefährdeten DJK-Brose-Bamberg-Damen nochmals in den Kader und verstärkten sich bis zum Ende der Saison mit der 20 Jahre alten und 1,80 Meter großen Schwedin Binta Daisy Drammeh. Die Top-Athletin wurde als geladene Waffe im Abstiegskampf geholt.
Mit 17 Punkten und acht Rebounds deutete sie schon im ersten Spiel und nach nur zwei Trainingstagen an, was sie zu leisten im Stande ist. Und eins wird im Gespräch mit ihr schnell klar: Hier ist ein neuer Profi in der Stadt. Dieser Frau geht es nicht darum, während der Ausbildung oder neben dem Studium zur Grundschullehrerin, ein bisschen Basketball zu spielen. Dieser Frau geht es darum, Basketball zu leben: „Wenn ich nicht trainiere, schlafe ich. Es ist ein guter Job, ich verdiene mein Geld mit dem, was ich am liebsten tue und dazu haben nicht viele Menschen die Möglichkeit. Ich weiß, dass ich eine der besten Spielerinnen sein möchte. Ich habe ein Ziel, das ich erreichen muss“, beschreibt sie ihre Motivation.
In der DBBL sind pro Team drei US-Amerikanerinnen erlaubt. Zwei Spielerinnen mit deutschem Pass müssen durchgängig auf dem Feld stehen. Spielerinnen aus Ländern der Europäischen Union können daneben unbegrenzt eingesetzt werden. Gute europäische Spielerinnen profitieren von dieser Quotierung auch finanziell. Dass Binta Drammeh nach Bamberg kommt, ist deshalb eine große Sache. Denn eigentlich, lässt Geschäftsführer Tarara durchblicken, wäre „sie eine Nummer zu groß für uns“. Aber Binta Drammeh hat Ziele, eins davon ist, sich einen Stammplatz in der schwedischen Nationalmannschaft zu erspielen. Und dieses Ziel sah sie aufgrund der in ihren Augen zu geringen Spielzeit, die sie bei ihrer vorherigen Station USO Mondeville erhielt, gefährdet: „Ich habe nicht so viel gespielt, wie ich es mir gewünscht hätte. Ich fand, ich hatte es verdient, mehr zu spielen. Ich war gut und der Trainer hatte keine Entschuldigung, mich draußen zu lassen. Jedes Mal, wenn ich ihn gefragt habe, sagte er ‚Du hast nichts falsch gemacht‘. Das ist für mich aber keine Antwort.“ Beide Seiten einigten sich daher auf eine Vertragsauflösung. Erst dadurch wurde die Neuverpflichtung für die DJK Brose Bamberg verfügbar. Trotzdem sieht sie ihre Zeit bei Mondeville positiv: „Ich konnte mit guten Spielerinnen trainieren, wir hatten beispielsweise zwei frühere WNBA-Spielerinnen im Kader. Wir haben Euroleague gespielt, wir haben gegen andere WNBA-Spielerinnen gespielt. Ich habe mich als Spielerin verbessert.“
Die ausführliche Story über Binta Drammeh lesen Sie in der neuen Ausgabe des RED-Magazins der Brose Baskets, das unter anderem in der Stechert Arena, bei McDonalds, in Cafes, Lotto Annahmestellen und verschiedenen Restaurants ausliegt.
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